Allgemeiner Marktrückblick

Global betrachtet starteten die Aktienmärkte positiv ins Jahr 2026. Globale Aktien verzeichneten im Januar Zugewinne, wobei sich die Marktführung – ähnlich wie im späten Dezember – weiter breitete und sich nicht mehr nur auf US‑Technologieunternehmen konzentrierte. Besonders stark entwickelten sich die Regionen Asien und Emerging Markets, während die großen US‑Indizes eher verhalten abschnitten.

Wie erwartet beschloss die US‑Federal Reserve, den Leitzins unverändert bei 3.5 %–3.75 % zu belassen. Dies markierte eine Pause nach drei Zinssenkungen im Jahr 2025. Die Fed signalisierte weiterhin ein ausgewogenes Bild zwischen konjunkturellen Risiken und Inflationsdruck, ohne jedoch konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Anpassung zu geben.

Am Markt wird die Wahrscheinlichkeit einer ersten Zinssenkung nun frühestens im Sommer gesehen – die vorläufige Erwartung einer Lockerung im März hat sich abgeschwächt.

Die US‑Wirtschaft blieb zu Jahresbeginn robust, wenngleich Frühindikatoren auf ein fragileres Arbeitsmarktumfeld hinweisen. Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember leicht auf 4.4 %, die Beschäftigungszuwächse blieben jedoch gedämpft. Gleichzeitig stabilisierte sich die Inflation: Die Verbraucherpreise für Dezember zeigten 2.7 % Gesamtinflation, was eine moderate Annäherung an das Fed‑Ziel darstellt.

In der Eurozone ging die Inflationsrate im Dezember 2025 auf 2.0 % zurück (Vormonat 2.1 %), während die Kerninflation bei 2.3 % lag. Diese Entwicklung stärkt die Erwartung einer stabileren Preisdynamik im Jahr 2026 und passt zur Einschätzung einer weiter nachlassenden Inflationsdynamik.

Die Renditen 10‑jähriger US‑Staatsanleihen stiegen um 6 Basispunkte von 4,17 % auf 4.23%, während die Renditen 10‑jähriger deutscher Bundesanleihen nahezu unverändert von 2,86 % um 1bp auf 2,85% zurückgingen.

Der MSCI‑World‑Index legte in USD‑Währung um +2,24 % zu, und der MSCI‑Europe‑Index stieg in EUR‑Währung um +3,11 %.

Energie und Transport

Der Preis für Brent‑Rohöl ist im Januar deutlich gestiegen. Gegen Ende des Monats verschärfte der US‑Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen den Iran. Die Ölpreise erhöhten sich um rund 10 US‑Dollar pro Barrel und kletterten von 60,85 US‑Dollar auf 70,69 US‑Dollar zum Monatsende. Jeder mögliche Angriff könnte die Ölversorgung aus dem Iran und potenziell aus der gesamten Golfregion beeinträchtigen, die eine entscheidende Rolle für das weltweite Rohölangebot spielt.

Der Stoxx 600 Oil & Gas Index legte bis zum Monatsende um +9,25 % (in EUR) zu.

Der Dow Jones Transportation Average stieg im Januar um +5,5 %. Innerhalb des Index blieb der Luftfahrtsektor zurück, wobei der U.S. Global Jets Index um -0,2 % nachgab. Im Gegensatz dazu verzeichneten Schifffahrtsunternehmen starke Zuwächse, angeführt vom Russell 2000 Marine Transportation Index, der um 20,7 % zulegte.

Das Segment der Rohöltanker war der stärkste Performer. Die Frachtraten erreichten neue Höchststände, obwohl die Transportmengen von Rohöl und anderen „schmutzigen“ Erdölprodukten im Januar um etwa 2 Millionen Barrel pro Tag zurückgingen. Die Verengung der kommerziellen Tankerflotte — verursacht durch den starken Übergang vieler Schiffe in die Schattenflotte im vergangenen Jahr — führte zu erheblicher Volatilität bei den Raten. Nach einem kurzen Rückgang zu Monatsbeginn erholten sich die VLCC‑Raten (Very Large Crude Carrier) deutlich und stiegen von rund 40 Tsd. USD pro Tag auf 120 Tsd- USD pro Tag zum Monatsende. Darüber hinaus haben sich nach der Übernahme der venezolanischen Führung durch die USA die venezolanischen Öllieferungen zunehmend auf nicht sanktionierte Handelsschiffe verlagert.

Im Gegensatz dazu blieb der Markt für Containerfracht schwach. Der Shanghai Containerized Freight Index fiel im Januar um -21 % und liegt nun im Jahresvergleich um -31,7 % niedriger. Eine Wiedereröffnung der Passage durch das Rote Meer, kombiniert mit einem erheblichen Überangebot an Containerschiffen, dürfte zusätzlichen Druck auf die Frachtraten ausüben.

Fondsperformance

Der Fonds erzielte im Januar in beiden Anteilsklassen – sowohl in USD als auch in EUR – positive Renditen. Insgesamt war es ein starker Monat, in dem insbesondere in den Schifffahrtssegmenten Gewinne erzielt wurden, vor allem bei Rohöltankern, Dry Bulk und Offshore‑Support. Das Offshore‑Support‑Segment profitierte deutlich von der starken Erholung des Ölmarktes, die durch zunehmende geopolitische Spannungen ausgelöst wurde.

Zum Monatsende zeigte die Performance‑Attribution, dass im Energiesegment Long‑Positionen in den Bereichen Öl‑ und Gasexploration und ‑förderung, Ölservices sowie erneuerbare Energien Renditen von +1,6 %, +1,5 % bzw. +0,7 % beitrugen. Die stärksten Treiber im Ölservicesegment waren TGS und Saipem. Im Bereich der erneuerbaren Energien legte Vestas Wind Systems um weitere +10,0 % zu, getragen von hohen Erwartungen zum Jahresbeginn. Short‑Positionen im Energiesegment belasteten die Performance mit ‑1,9 %, wobei Positionen im Öl‑ und Gassektor sowie im Nuklearbereich mit ‑1,0 % bzw. ‑0,9 % zu Buche schlugen.

Im Schifffahrtssegment konnte das Long‑Portfolio die Verluste des Vormonats vollständig wettmachen. Long‑Positionen in den Bereichen Dry Bulk, Rohöl-/Produktentanker und Offshore‑Supply erzielten Renditen von +1,1 %, +1,6 % bzw. +1,4 %. Short‑Positionen im Containersegment belasteten die Entwicklung dagegen mit ‑1,8 %. Insgesamt trugen die Long‑Positionen im Bereich Schifffahrt +4,0 % zur Gesamtperformance bei, während die Short‑Positionen ‑1,8 % beitrugen.

Im Luftfahrtsegment hatten sowohl Long‑ als auch Short‑Positionen nur einen marginalen Einfluss und steuerten jeweils +0,2 % bzw. ‑0,2 % bei.

Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – Januar 2026.

Seahawk Investments GmbH

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