Allgemeiner Marktrückblick

Der November erwies sich als schwieriger Monat für Risikoassets, da die Stimmung der Anleger angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich künstlicher Intelligenz und des Technologiesektors insgesamt schwächer wurde. Die Marktentwicklung fiel daher gemischt aus: Der S&P 500 erzielte einen moderaten Gewinn von +0,2 %. Technologieaktien entwickelten sich unterdurchschnittlich, wobei der S&P 500 Growth Index eine negative Performance von -0,93 % verzeichnete, im Gegensatz zum S&P 500 Value Index, der solide +1,69 % erzielte.

Die Unternehmensgewinne in den Vereinigten Staaten zeigten sich weiterhin widerstandsfähig. Das Quartal ist auf dem besten Weg zum besten Gewinnwachstum im Jahresvergleich seit dem vierten Quartal 2021 zu werden, was vor allem auf deutliche positive Überraschungen im Finanz- und Gesundheitssektor zurückzuführen ist. In der Geldpolitik hielt die Federal Reserve im November keine offizielle FOMC-Sitzung ab. Das am 26. November veröffentlichte Beige Book hob jedoch die nachlassenden Konsumausgaben und einen Arbeitsmarkt hervor, der an Momentum verloren hat.

Die FED-Vertreter sind weiterhin geteilter Meinung darüber, ob die Zinsen bei der Sitzung im Dezember gesenkt werden sollen. Unterdessen beließ die Bank of England ihren Leitzins nach einer knappen Abstimmung unverändert bei 4 % und signalisierte damit, dass künftige Zinssenkungen von der Entwicklung der Inflation abhängen werden. Dieser datenabhängige Ansatz spiegelt den der FED wider. Insgesamt gehen die globalen geldpolitischen Maßnahmen der wichtigsten Zentralbanken weiterhin auseinander. Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt spiegelten diese Divergenz ebenfalls wider. In den Vereinigten Staaten wurden aufgrund des Regierungsstillstands keine Daten zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft veröffentlicht, gleichwohl deuten die Inhalte des veröffentlichten Beige Books auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hin.

In der Eurozone blieb die Arbeitslosenquote mit 6,3 % stabil. Die Inflationsentwicklungen waren uneinheitlich. In den Vereinigten Staaten wurden keine Daten zur Verbraucherpreisinflation für Oktober veröffentlicht, aber die Produzentenpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat leicht an. In der Eurozone ging die Verbraucherpreisinflation im Oktober gegenüber September zurück. Die Gesamtinflation stieg im Jahresvergleich um +2,1 %, während die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) im Jahresvergleich um +2,4 % zulegte. Die Anleihemärkte spiegelten diese Dynamik wider. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen fielen um 7 Basispunkte von 4,08 % auf 4,01 %, während die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen um 6 Basispunkte von 2,63 % auf 2,69 % stiegen. Die Aktienindizes verzeichneten moderate Gewinne:

Der MSCI World Index stieg um +0,28 % (in USD) und der MSCI Europe Index um +0,91 % (in EUR).

Bericht des Portfoliomanagements

Im November zeigten sich Credits widerstandsfähig und entwickelten sich innerhalb des Monats ähnlich wie die Aktienmärkte. Die Risikoprämien für High Yield Anleihen weiteten sich in den USA leicht um +1 Bp und um +3 Bp in Global High Yield aus. Das schwächste Segment war Nordic High Yield, in welchem sich die Spreads um +12 Bp ausweiteten. Die synthetischen Spreads auf 5-jährige Kreditausfallversicherungen (CDX.HY) engten sich um 5 Bp von 328 Bp auf 323 Bp ein. Der Total Return für den Monat stellte sich wie folgt dar: Der US High Yield Markt legte um +0,46 % zu (Global High Yield: +0,26 %) und Nordic High Yield erzielte +0,5 %. Zumal Risikoprämien insgesamt stiegen, war die positive Performance für den gesamten Monat somit ausschließlich auf die Carry (ordentliche Ertragskomponente) zurückzuführen. Der Nordic High Yield Markt zeigte im November erneut Anzeichen von Stärke. Nach einem etwas schwächeren Oktober konnte er eine Gesamtperformance von +0,5 % erzielen. Der Sektor mit der besten Performance war das Ölfördersegment (+1,1 %), gefolgt von Öldienstleistungen (+0,8 %) und Schifffahrt (+0,7 %). Einige Anleihen hochspekulativer Emittenten verzeichneten im Laufe des Monats einen bemerkenswerten Abverkauf der zwischen -6 % und -11 % lag. Der Anteil der Anleihen, die zu Distressed-Niveaus bewertet sind, bleibt gering. Der Anteil der Anleihen, die über dem Nennwert gehandelt werden, sank von 68 % auf 64 %. Auf dem US-Markt konnte das BB-Segment seine Gewinne zum achten Mal in Folge ausbauen, die Renditen fielen auf ein 43-Monats-Tief bei 5,5 %. Auf der anderen Seite verlor das risikoreichste Segment des Junk-Bond-Marktes -0,98 % und Risikoprämien weiteten sich um 98 Bp, während die anderen Ratingklassen innerhalb von Sub Investment Grade positive Erträge erzielten. Der aktuelle Spread (zu Staatsanleihen) des breiten US-High-Yield-Index liegt bei 294 Bp und damit leicht unter dem Einjahresdurchschnittswert von 304 Bp. Die Aktivität auf dem Nordic High Yield Primärmarkt schwächte sich im November gegenüber dem starken Tempo im September und Oktober etwas ab. Das Volumen der Neuemissionen erreichte 25 Mrd. NOK, wodurch sich das Volumen seit Jahresbeginn auf 278 Mrd. NOK erhöhte. Dies war der stärkste November seit Beginn der Aufzeichnungen für den Nordic High Yield Primärmarkt. Die Volumina konzentrierten sich mit einem Anteil von rund 77 % stark auf EUR- und USD-denominierte Anleihen. Insgesamt wurden 20 Transaktionen mit einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von 1,2 Mrd. NOK abgeschlossen. Der durchschnittliche Aufschlag für Neuemissionen betrug nur 434 Bp, verglichen mit dem diesjährigen Durchschnitt von 525 Bp. Insgesamt wurden 62 % der gesamten Platzierungen im norwegischen Format emittiert. Dennoch entfielen 21 % auf Emittenten, die ihren Sitz außerhalb der Nordics haben, sodass der Primärmarkt im November von inländischen Unternehmen dominiert wurde. Dies fiel mit einem hohen Anteil von 69 % wiederkehrender Emittenten zusammen. Diese häufigen und bekannten Emittenten zahlten mit einem Aufschlag von nur +410 Bp weniger als der oben genannte durchschnittliche Wert. Ein Volumen von rund 1,9 Mrd. USD entfiel ausschließlich auf Emissionen in US-Dollar oder Euro. Davon wurden rund 76 % von Transport- und Energieunternehmen begeben. Innerhalb unserer Kernsektoren traten einige relevante Unternehmen an den Markt. Der relevanteste Emittent war Odfjell Drilling. Das Unternehmen ist ein wiederkehrender Emittent auf dem Nordic High Yield Anleihemarkt. Odfjell hat ein Rating von B1/B+ und ist ein führendes Offshore-Bohrunternehmen für erschwerte Umgebungen, das sich hauptsächlich auf die NCS-Region konzentriert. Somit operiert das Unternehmen im norwegischen Rechtsrahmen, welches nahezu kein politisches (oder Länder-)Risiko beinhaltet. Der Nettoerlös aus der Anleiheemission wird für die Refinanzierung der bestehenden vorrangig besicherten Anleihe (300 Mio. USD) und zur teilweisen Finanzierung der Akquisition von Deepsea Bollsta (480 Mio. USD) verwendet. Da das Unternehmen seine vorrangig besicherten Anleihen refinanziert, werden für die neue begebene Anleihe dieselben Vermögenswerte als Sicherheit verwendet, wodurch ein erstrangiges Pfandrecht auf die Bohranlagen Deepsea Aberdeen, Deepsea Atlantic und Deepsea Nordkapp entsteht. Die Transaktion wurde ursprünglich mit einer Rendite im Bereich von mid-7 % angekündigt, schließlich jedoch mit 7,25 % gepreist. Dies lag am unteren Ende der Spanne und unterhalb unserer Schätzung des Fair Values. Die Laufzeit der vorrangig besicherten Anleihe betrug 5,25 Jahre und das Unternehmen nahm einen Betrag von 650 Mio. USD ein, der vollständig durch Orders gedeckt war. Auf dem US-Primärmarkt wurden im November 28 Transaktionen durchgeführt, womit sich der Markt von den Turbulenzen im Oktober erholte. Mit einem Volumen von 24,4 Mrd. USD war es der aktivste November seit 2021. US High Yield Anleihen legten aufgrund zunehmend zurückhaltender Signale von Vertretern der US-Notenbank zu. Die Marktteilnehmer preisen nun eine Senkung vollständig ein. Es wird erwartet, dass der Primärmarkt bis zum Jahresende um 10 bis 15 Mrd. USD zulegen könnte.

Wir begannen den Monat November mit einer geringen Kassaposition von 2 % und einer Investitionsquote von 107 % in den November. Im Laufe des Monats haben wir das Engagement in einigen hochzyklischen Unternehmen reduziert. Dennoch blieb die Gesamtallokation in den einzelnen Sektoren stabil. Wir haben uns aus dem Primärmarkt herausgehalten, da keine überzeugenden Deals platziert wurden. Darüber hinaus haben wir einen Teil der Barmittel für den Kauf von fehlbewerteten Anleihen oder zur Erhöhung des Betas über synthetische Instrumente zurückgehalten. Am Monatsende blieb unsere Allokation in USD-denominierten Anleihen unverändert. Die größte Allokation entfällt nach wie vor auf den Schifffahrtssektor mit 24 % des gesamten Fondsvolumens, gefolgt vom Öldienstleistungssektor mit 20 %. Die effektive Duration des Fonds lag mit 2,2 % leicht unter dem Vormonat. Wir haben an keiner Neuemission teilgenommen. Ende November lag das ordentliche Ertragspotenzial des Fonds, das sowohl Anleihekupons als auch Kupons aus synthetischen Instrumenten umfasst, leicht niedriger bei 8,1 %.

Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – November 2025.

Seahawk Investments GmbH

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation („KI“) im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), die „KI“ richtet sich an ausschließlich an professionelle Kunden im Sinne des § 67 WpHG (natürliche und juristische Personen) mit gewöhnlichem Aufenthalt/ Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese „KI“ kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde Sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben.

Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser „KI“, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Finanzdienstleistung beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informations quellen treffen. Zur weiteren Information finden Sie hier die „Wesentlichen Anlegerinformationen“ und das Wertpapierprospekt kostenfrei: https://seahawk-investments.com/fonds/. Die Informationen werden Ihnen in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende „KI“ ist urheberrechtlich geschützt, jee Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet. Die Seahawk Investments GmbH verfügt über die Erlaubnis zur Erbringung der Finanzportfolioverwaltung, der Anlageberatung, sowie der Anlagevermittlung und der Abschlussvermittlung nach § 15 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 2 Nr. 3, 4, 5 und 9 WpIG (Wertpapierinstitutsgesetz) und unterliegt insoweit der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Marie-Curie-Straße 24-28 D-60439 Frankfurt am Main. Herausgeber: Seahawk Investments GmbH, Bettinastraße 62, 60325 Frankfurt am Main.

Währungsschwankungen können zu negativen Performancebeiträgen führen.