Allgemeiner Marktrückblick

Insgesamt schlossen die globalen Aktienmärkte den Dezember mit einem positiven Ergebnis ab. Europäische Indizes sowie Aktien aus den Schwellenländern verzeichneten solide Gewinne. Im Gegensatz dazu blieb der US amerikanische S&P 500 Index im Monatsverlauf weitgehend unverändert, und der NASDAQ – der viele US Technologie- und Wachstumsunternehmen umfasst – gab an Wert nach. Auch für Staatsanleihen der entwickelten Märkte war es ein herausfordernder Monat, wobei sowohl US Treasuries als auch deutsche Bundesanleihen leichte Verluste verbuchten.

Wie erwartet senkte die US Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte und setzte die Zielspanne damit auf 3,5 % bis 3,75 % fest. Dies war die dritte Zinssenkung im Jahr 2025. Allerdings scheinen die Entscheidungsträger uneinig darüber zu sein, ob die Zinssenkungen im Jahr 2026 – zumindest im ersten Quartal – pausieren sollten. Nach der vorsichtigen Kommunikation des Federal Open Market Committee liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Senkung im ersten Quartal nun bei 44 %, was einem effektiven Zinssatz von 3,5 % gegenüber derzeit 3,64 % entsprechen würde.

Der US Arbeitsmarkt zeigte nur eine geringe Verbesserung. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im November um 64 Tsd., nachdem sie im Oktober um -105 Tsd. gesunken war. Gleichzeitig erhöhte sich die Arbeitslosenquote im November leicht auf +4,6 %. Die US Verbraucherpreisinflation für November fiel niedriger aus als die letzte offizielle Veröffentlichung im September: Die Gesamtinflation stieg im Jahresvergleich um +2,7 %, während die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) um +2,6 % zunahm.

Im Euroraum blieben die Inflationszahlen für November gegenüber dem Vormonat unverändert. Die Gesamtinflation lag bei +2,1 %, während die Kerninflation bei +2,4% lag. Die Renditen 10 jähriger US Staatsanleihen stiegen um 16 Basispunkte von 4,01 % auf 4,17 %, während die Renditen 10 jähriger deutscher Bundesanleihen um 17 Basispunkte von 2,69 % auf 2,86 % zulegten.

Der MSCI World Index legte in USD Währung um +0,81 % zu, und der MSCI Europe Index stieg in EUR Währung um +2,67 %.

Bericht des Portfoliomanagements

Die Creditmärkte beendeten das Jahr stark und zeigten sich den ganzen Monat über widerstandsfähig. Die Risikoprämien für High Yield Anleihen engten sich in den USA um 11 Bp und global um 13 Bp. Das schwächste Segment war das Nordic High Yield Segment, in welchem sich die Risikoprämien leicht um +3 Bp ausweiteten. Die synthetischen Spreads auf 5-jährige Kreditausfallversicherungen (CDX.HY) engten sich um 6 Bp von 323 Bp auf 317 Bp ein. Der total Return für den US High Yield Markt betrug +0,65 % (Global High Yield: +0,66 %). Aufgrund der negativen Spread-Performance erzielte Nordic High Yield nur +0,4 %. Ein Teil der Schwäche spiegelte den Zeitpunkt der Kuponzahlungen wider, der zu einer leicht niedrigeren Ertragsrendite führte. Allerdings blieben auch mehrere Emittenten hinter den Erwartungen zurück. Die Gesamtjahresperformance lag am Ende bei +8,4 %. Angesichts der aktuellen Basiszinssätze und Spread-Niveaus könnte ein monatlicher Ertrag von etwa 0,7 % als normal angesehen werden, wobei jedoch auch bei unveränderten Risikoprämien mit gewissen Schwankungen um dieses Niveau zu rechnen ist. Der Anteil der Anleihen, die auf Distressed-Niveaus gehandelt werden, bleibt mit 4,7 % gering, liegt jedoch über den 2,5 %, die Ende 2024 verzeichnet wurden. Derweil werden 61 % der Anleihen über dem Nennwert gehandelt, gegenüber 66 % Ende 2024. US High Yield Anleihen haben sich in 2025 acht Monate in Folge positiv entwickelt, da die moderate Inflation und das stetige Wachstum die Nachfrage nach risikoreicheren Anleihen ankurbelten. Über das gesamte Jahr hinweg erzielte das BB-Segment mit einem Total Return von +8,9 % die stärkste Performance innerhalb des breiten US High Yield Marktes und lag damit fast 2,5 Prozentpunkte vor dem risikoreichsten Segment des Junk-Bond-Marktes. Im Dezember engten sich die Risikoprämien im BB-Segment um 4 Bp ein, wohingegen sich die CCC-Spreads um 32 Bp einengten. Der aktuelle Spread (zu Staatsanleihen) des breiten US High Yield Index liegt bei 281 Bp und damit unter dem Einjahresdurchschnittswert von 305 Bp. Die Aktivität auf dem Nordic High Yield Primärmarkt schwächte sich bis zum Jahresende mit insgesamt 13 Transaktionen ab. Das Volumen der Neuemissionen erreichte 10 Mrd. NOK, wodurch sich das Gesamtvolumen seit Jahresbeginn auf rund 288 Mrd. NOK erhöhte. Die Emissionen konzentrierten sich mit einem Anteil von rund 75 % stark auf Anleihen in NOK und USD. Der durchschnittliche Aufschlag für Neuemissionen betrug 560 Bp, verglichen mit einem Jahresdurchschnitt von 531 Bp. Insgesamt wurden 90 % der gesamten Platzierungen von Nordics begeben, sodass der Primärmarkt im Dezember von inländischen Unternehmen dominiert wurde. Der Anteil wiederkehrender Emittenten betrug jedoch nur 38 %. Diese häufigen und bekannten Emittenten zahlten durchschnittlich rund 484 Bp, deutlich weniger als 560 Bp. Ein Volumen von rund 0,4 Mrd. USD entfiel ausschließlich auf Emissionen in US-Dollar oder Euro. Davon wurden rund 47 % von Transport- und Energieunternehmen begeben. Innerhalb unserer Kernsektoren trat nur ein relevantes Unternehmen an den Markt: HMH Holding. Das Unternehmen hatte bereits einmal eine Anleihe auf dem Nordic High Yield Anleihemarkt platziert. HMH ist im Bohrgeschäft tätig und bietet eine breite Palette von Dienstleistungen im On-, Offshore sowie im Subsea-Bereich an. Kurzum, das Unternehmen besitzt keine Schiffe oder Bohranlagen, sondern stellt Ausrüstung, Software und Dienstleistungen zur Verfügung. Der Emittent befindet sich zu 50 % im Besitz von Akastor ASA und zu 50 % im Besitz von Baker Hughes. Der Nettoerlös aus der Anleiheemission wird für die Refinanzierung der bestehenden vorrangig besicherten Anleihe (200 Mio. USD) verwendet, die 2026 fällig wird. Da das Unternehmen seine vorrangig besicherten Anleihen refinanziert, neu begebene Anleihe dieselben Vermögenswerte als Sicherheit verwendet. Es wurden jedoch keine Sachanlagen hinterlegt. Die Transaktion wurde ursprünglich mit einer Rendite im niedrigen 8 %-Bereich angekündigt, schließlich jedoch mit 7,875 % am unteren Ende der Spanne gepreist. Die Laufzeit der vorrangig besicherten Anleihe betrug drei Jahre und das Unternehmen nahm einen Betrag von 200 Mio. USD ein, der vollständig durch Orderbücher gedeckt war. Auf dem US-Primärmarkt wurden im Dezember 27 Transaktionen durchgeführt. Mit einem Volumen von 22,9 Mrd. USD war dies ein durchschnittlicher Monat, lag dennoch über unseren Erwartungen. Insgesamt war es das aktivste Gesamtjahr seit 2021 mit einem Gesamtvolumen von 328 Mrd. USD. Darüber hinaus war es das viert-aktivste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, hinter 2012 mit 329 Mrd. USD, 2020 mit 432 Mrd. USD und 2021: 458 Mrd. USD. Das BB-Segment dominierte in diesem Jahr die Angebotsseite mit einem Anteil von mehr als 52 % am gesamten Emissionsvolumen. Rund 21 % wurden von Energie- und Versorgerunternehmen begeben.

Wir begannen den Monat Dezember mit einer geringen Kassaposition von etwa 1 %. Im Laufe des Monats erhöhten wir unser Engagement in EUR-denominierten Corporate Hybrids. Die sektorale Gesamtaufteilung hat sich nur geringfügig verändert: Wir haben unsere Allokation in einigen Ölsegmenten reduziert, indem wir das Engagement in Ölproduzenten und integrierten Ölkonzernen um jeweils 2 Prozentpunkte verringert haben. Demgegenüber haben wir die Allokation in Energieversorgungsunternehmen um rund 4 Prozentpunkte erhöht. Was unsere strategischen Buckets betrifft, so hat Credit Selection rund 54 % des Total Returns generiert, was der durchschnittlichen Gewichtung von 56 % im Monatsverlauf entspricht. Unser Directional Bucket blieb im Dezember mit nur rund 14 % des Total Returns bei einer durchschnittlichen Gewichtung von 25 % unterhalb der Erwartungen. Da derzeit nur rund 3 % auf opportunistische Situationen allokiert sind und der Anteil am Total Return bei 2 % liegt, gehen die restlichen 30 % des Total Returns auf Net-Carry mit einer Fondsgewichtung von 20 % zurück. Am Monatsende wurde unsere Allokation in auf USD-denominierten Anleihen von 76 % auf 72 % reduziert. Die effektive Duration des Fonds lag mit 2,3 % leicht höher. Wir haben an keiner Neuemission auf dem Primärmarkt teilgenommen. Per Ende Dezember sank das ordentliche Ertragspotenzial des Fonds, das sowohl Anleihekupons als auch Kupons aus synthetischen Instrumenten umfasst, auf 7,8 %, da zwei Anleihen Ende Dezember vorzeitig gekündigt und nicht prompt reinvestiert wurden.

Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – Dezember 2025.

Seahawk Investments GmbH

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