Allgemeiner Marktrückblick
Die globalen Aktienmärkte sahen sich im März deutlich schwierigeren Bedingungen gegenüber, da die eskalierenden geopolitischen Spannungen, insbesondere der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran, einen umfassenden Risk‑off‑Modus über nahezu alle Anlageklassen auslösten. Der S&P 500 fiel um rund -5 % und verzeichnete damit seinen schwächsten Monat seit 2022. Gleichzeitig gaben auch globale Indizes deutlich nach. Europa und Asien verzeichneten einige der stärksten Rückgänge und machten ihre frühen Jahresgewinne rückgängig, während Investoren die wirtschaftlichen Folgen hoher Ölpreise und gefährdeter Handelsrouten abwogen.
Die Schwellenländer erlebten einen besonders ausgeprägten Ausverkauf und fielen um etwa -13 %, was teilweise auf ihre Abhängigkeit von Energieimporten und ihre geopolitische Sensitivität zurückzuführen ist.
Der Haupttreiber der Marktbelastung blieb die faktische Schließung der Straße von Hormus, die Befürchtungen über länger anhaltende Störungen der globalen Energieflüsse und zunehmende Kostendruckrisiken verstärkte.
Das makroökonomische Bild in den USA war im März gemischt. Die Lage am Arbeitsmarkt schwächte sich ab: Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft ging um -92 Tsd. zurück, und die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 %.
Die Inflation blieb stabil. Der US‑Verbraucherpreisindex (CPI) lag weiterhin bei rund 2,4 % im Jahresvergleich und entsprach damit den Februarwerten. Dies deutet darauf hin, dass sich die breiteren Preisentwicklungen noch nicht vollständig auf die Energiepreisspitzen Ende März ausgewirkt haben.
Das Verbrauchervertrauen und die Unternehmensaktivität wurden stark von steigenden Energiekosten und der Unsicherheit über die Dauer der Feindseligkeiten im Nahen Osten beeinflusst.
Die US‑Notenbank nahm im März keine geldpolitischen Änderungen vor und beließ die Zielspanne für den Leitzins bei 3,50–3,75 %. Markterwartungen für Zinssenkungen im Jahr 2026 gingen im Laufe des Monats zurück, da die inflationsbedingten Energiepreisrisiken zunahmen.
Die Renditen 10‑jähriger US‑Staatsanleihen stiegen um +38 Basispunkte von 3,94 % auf 4,32 %, während die Renditen 10‑jähriger deutscher Bundesanleihen um +36 Basispunkte von 2,64 % auf 3,0 % zulegten.
Der MSCI World Index fiel um -6,4 % in USD, und der MSCI Europe Index sank um -7,7 % in EUR.
Bericht des Portfoliomanagements
Die Brent‑Rohölpreise stiegen im März stark an und verzeichneten den stärksten monatlichen Anstieg seit Jahrzehnten, da die Vereinigten Staaten und Israel einen mehrere Wochen andauernden Konflikt mit Iran führten. Als Reaktion darauf schloss Iran die Straße von Hormus, wodurch der Brent‑Preis bis zum Monatsende von 72,50 USD auf 118,35 USD pro Barrel anstieg. Vergeltungsmaßnahmen Irans führten zur Beschädigung von mehr als 70 Energieanlagen in der Golfregion. Etwa 17 % der LNG‑Kapazitäten Katars wurden zerstört, und der Wiederaufbau der beschädigten Infrastruktur dürfte drei bis fünf Jahre dauern.
Die Creditspreads weiteten sich im März insgesamt aus, wobei die Auswirkungen der Schwäche an den Aktienmärkten jedoch relativ begrenzt blieben. Die US‑High‑Yield‑Spreads stiegen um 26 Basispunkte, während sich die europäischen High‑Yield‑Spreads um 53 Basispunkte ausweiteten. Der deutliche Anstieg der Energiepreise schürte zudem erneut Inflationssorgen, was die Renditen nach oben trieb.
Im Nordic High Yield Market zeigte sich im März eine unterdurchschnittliche Entwicklung: Der nordische Index fiel im Monatsverlauf um -0,4 % und reduzierte seine Gewinne seit Jahresbeginn auf +1,5 %. Der US‑High‑Yield‑Markt gab im März um -1,18 % nach und liegt damit seit Jahresbeginn bei -0,5 %. Der europäische High‑Yield‑Markt entwickelte sich noch schwächer und verzeichnete einen Monatsverlust von -2,47 %, womit er seit Jahresbeginn bei -1,5 % steht.
Das widerstandsfähigste Segment innerhalb des High‑Yield‑Marktes war der Energiesektor. US‑High‑Yield‑Energieanleihen gaben im Monatsverlauf lediglich -0,12 % nach und lagen Ende März weiterhin um +2,5 % im Plus.
Der Seahawk Credit Opportunities Fund zeigte sich im März vergleichsweise robust, gestützt durch seine 15,8 %-ige Allokation im Bereich Exploration & Production sowie 24,9 % im Bereich Ölfeld‑Dienstleistungen, zwei der widerstandsfähigsten Segmente im High‑Yield‑Universum während dieses Zeitraums. Die Anteilsklassen EUR‑S und USD‑S fielen im Monatsverlauf um -0,89 % bzw. -0,77 %. Seit Jahresbeginn liegen beide Klassen jedoch weiterhin im positiven Bereich bei +0,08 % und +0,46 % und entwickeln sich damit deutlich besser als die breiten US‑ und europäischen High‑Yield‑Anleihemärkte.
Mit der Eskalation der geopolitischen Spannungen im Mittleren Osten und dem deutlichen Anstieg der Risikoaufschläge insbesondere im Airline‑High‑Yield‑Segment erhöhte der Fonds seine Allokation im europäischen Airline‑Sektor. Zusätzliche Positionen wurden in nachrangigen Anleihen von Air France‑KLM mit einer Yield‑to‑Worst von 5,25 % aufgebaut sowie in nachrangigen Anleihen der Lufthansa mit einer Yield‑to‑Worst von 4,89 %
Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – März 2026.
Seahawk Investments GmbH
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