Allgemeiner Marktrückblick
Im April 2026 erlebten die US‑Aktienmärkte eine historische Erholung. Die wichtigsten Indizes verzeichneten ihre stärksten monatlichen Zuwächse seit mehreren Jahren. Ausschlaggebend für die Rallye waren insbesondere eine fragile Waffenruhe im Nahen Osten sowie eine außergewöhnlich starke Berichtssaison zum ersten Quartal, angeführt von Technologie‑ und KI‑bezogenen Unternehmen.
Eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran führte zu einer spürbaren Entspannung der geopolitischen Lage in der Region. Die Ölpreise, die zu Monatsbeginn noch deutlich gestiegen waren, fielen am 17. April um mehr als 9 % und lösten damit eine breit angelegte Aktienmarkterholung aus. Über 90 % der Unternehmen im Nasdaq‑100 übertrafen die Gewinnerwartungen, während der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) im April um 38 % zulegte und damit sein bestes Monatsergebnis seit Februar 2000 erzielte.
Die im April veröffentlichten US‑Konjunkturdaten deuteten auf eine schrittweise Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage hin. Der Arbeitsmarkt zeigte moderate Verbesserungen: Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft stieg im März um 178 Tsd. nachdem sie im Februar revidiert um -92 Tsd. zurückgegangen war.
Die Inflationsraten zogen gegenüber dem Vormonat leicht an. Die Gesamtinflation (Headline CPI) erhöhte sich von 2,4 % auf 3,3 %, während die Kerninflation von 2,5 % auf 2,6 % stieg.
Die US‑Notenbank beließ ihre Geldpolitik im April unverändert und hielt die Zielspanne für den Leitzins bei 3,50 % bis 3,75 % aufrecht. In ihrer Kommunikation betonte sie weiterhin einen strikt datenabhängigen Ansatz.
An den Rentenmärkten kam es zu einem moderaten Anstieg der Staatsanleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger US‑Staatsanleihen erhöhte sich um 5 Basispunkte von 4,32 % auf 4,37 %, während die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen um 4 Basispunkte von 3,00 % auf 3,04 % zulegte.
Auch die globalen Aktienmärkte entwickelten sich positiv: Der MSCI World Index gewann 9,6 % in US‑Dollar, während der MSCI Europe Index in Euro gerechnet um 5,2 % zulegte.
Bericht des Portfoliomanagements
Die Preise für Brent‑Rohöl blieben im gesamten April auf erhöhtem Niveau, da die anhaltende Blockade der Straße von Hormus sowie die fortlaufenden Auswirkungen beschädigter Energieinfrastruktur in der Golfregion das globale Angebot weiterhin einschränkten. Nach dem deutlichen Preisanstieg im März zeigte sich Brent‑Rohöl im April hoch volatil und schloss den Monat bei USD 114,0 je Barrel, leicht unter dem Vormonatsniveau von USD 118,0 je Barrel.
Nachdem bestätigt wurde, dass die Zerstörung von rund 17 % der LNG‑Kapazitäten Katars ein mehrjähriges Wiederaufbauprojekt erfordert, zogen die europäischen Erdgaspreise deutlich an. Die maßgeblichen Gasreferenzpreise stiegen im April um 22%, getrieben durch zunehmende Sorgen über ein strukturelles Angebotsdefizit mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison.
Die Kreditmärkte entwickelten sich im Einklang mit den Aktienmärkten, wobei sich die Risikoaufschläge sowohl im Investment‑Grade‑ als auch im High‑Yield‑Segment verengten. US‑High‑Yield‑Spreads gingen im April um 54 Basispunkte zurück, während sich die Spreads im europäischen High‑Yield‑Markt um 51 Basispunkte einengten und damit die Ausweitung aus dem März weitgehend rückgängig machten.
Im nordischen High‑Yield‑Anleihemarkt war im April eine deutliche Erholung nach der schwachen Entwicklung im März zu verzeichnen. Der nordische High‑Yield‑Index erzielte im Monatsverlauf eine Rendite von 0,9 % und erhöhte damit die Rendite seit Jahresbeginn auf 2,4%.
Der US‑High‑Yield‑Anleihemarkt legte im April um 1,7 % zu und weist damit eine Jahresperformance von 1,2% auf. Der europäische High‑Yield‑Markt entwickelte sich auf Monatsbasis etwas besser und erzielte ein Plus von 1,8%, lag jedoch seit Jahresbeginn weiterhin nur leicht im positiven Bereich mit 0,2%.
Der Energiesektor erzielte insgesamt solide Erträge: Der Bereich Exploration & Production (E&P) verzeichnete im April einen Zuwachs von 1,9%, während der Öl‑ und Gasdienstleistungssektor um 1,1% zulegte.
Der Seahawk Credit Opportunities Fund erzielte im April ebenfalls eine robuste Performance, begünstigt durch seine Sektorallokation mit 17,4% Gewichtung im E&P‑Segment und 21,8 % im Bereich Ölfelddienstleistungen. Die Anteilsklassen EUR‑S und USD‑S stiegen im Monatsverlauf um 1,02 % beziehungsweise 1,17 %. Seit Jahresbeginn liegen die Renditen bei 1,1 % bzw. 1,6% und übertreffen damit sowohl den US‑amerikanischen als auch den europäischen breiten High‑Yield‑Markt deutlich.
Im Monatsverlauf baute der Fonds Engagements in zwei neuen Anleiheemissionen im europäischen E&P‑Sektor auf. EnQuest, ein unabhängiger britischer Öl‑ und Gasproduzent mit Aktivitäten in der Nordsee und Südostasien, emittierte eine unbesicherte, USD‑denominierte Anleihe mit einem Volumen von USD 675 Mio. und einem Kupon von 9,875 %. Die Erlöse dienen der vollständigen Rückzahlung der ausstehenden USD 465 Mio. Senior Notes mit einem Kupon von 11,625 % und Fälligkeit 2027 sowie der Stärkung der Liquidität für allgemeine Unternehmenszwecke, einschließlich einer möglichen Rückzahlung der GBP 133,3 Mio. umfassenden Retail‑Anleihe (9%, Fälligkeit 2027), sowie zur Deckung von Gebühren und Kosten. EnQuest weist einen Cashflow‑Break‑even‑Ölpreis von rund USD 50 je Barrel auf und verfügt aktuell über ein Verschuldungsverhältnis von 0,9x (Netto‑Verschuldung zu EBITDA).
Serica Energy, ein an der AIM gelistetes E&P‑Unternehmen mit Aktivitäten auf dem britischen Kontinentalschelf, begab eine fünfjährige, unbesicherte USD‑Anleihe über USD 300 Mio. mit einem Kupon von 7,875 %. Die Emissionserlöse sollen zur Diversifizierung der Finanzierungsstruktur über die bestehende Reserve‑Based‑Lending‑Fazilität (RBL) hinaus eingesetzt werden. Nach der Transaktion verfügt Serica über eine Liquidität von rund USD 580 Mio. zur Umsetzung der Wachstumsstrategie, einschließlich organischer Investitionen und wertsteigernder M&A‑Transaktionen. Im Branchenvergleich wird für Serica eines der niedrigsten Verschuldungsniveaus erwartet, mit einer prognostizierten Netto‑Verschuldung zu EBITDA von lediglich 0,1x im Jahr 2027 (Annahmen: Brent‑Preis USD 70 je Barrel, Gaspreis USD 9,5/MMBtu), gegenüber Medianwerten von rund 0,6x bei BB‑gerateten und 0,9x bei B‑gerateten Emittenten.
Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – April 2026.
Seahawk Investments GmbH
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