Allgemeiner Marktrückblick

Im Juni 2026 legten die US-Aktienmärkte nach zwei aufeinanderfolgenden Monaten mit starken Kursgewinnen eine Verschnaufpause ein. Nach der kräftigen Rallye im April und Mai nahmen die Anleger eine vorsichtigere Haltung ein. Obwohl die Marktstimmung insgesamt konstruktiv blieb, belasteten eine erhöhte Volatilität im Technologiesektor sowie zunehmende Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Zinsentwicklung die Marktperformance.

Geopolitische Entwicklungen blieben ein wichtiger Einflussfaktor für die Finanzmärkte. Die Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wurde im Juni verlängert, was zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise beitrug und die Sorgen über mögliche Störungen der globalen Energieversorgung verringerte. Der Preis für Brent-Rohöl fiel im Monatsverlauf deutlich, wodurch der Inflationsdruck nachließ und die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten unterstützt wurden.

Die Begeisterung der Anleger für das Thema Künstliche Intelligenz (KI) blieb ein zentrales Marktthema, wenngleich die Führungsrolle innerhalb des Technologiesektors selektiver wurde. Halbleiterunternehmen profitierten weiterhin von den Erwartungen an anhaltend hohe Investitionen im Bereich KI. Gleichzeitig kam es bei einigen großen Technologiekonzernen zu Gewinnmitnahmen, da Investoren die kurzfristigen Erträge der umfangreichen Investitionen in KI-Infrastruktur neu bewerteten.

Die im Juni veröffentlichten Wirtschaftsdaten deuteten darauf hin, dass die US-Wirtschaft weiterhin expandierte, wenngleich erste Anzeichen einer Abschwächung der Dynamik am Arbeitsmarkt sichtbar wurden. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls) stieg um 57.000 und blieb damit sowohl hinter den Markterwartungen als auch hinter den Zuwächsen der Vormonate zurück. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote leicht auf 4,2 %. Insgesamt deuteten die Daten eher auf eine allmähliche Abkühlung des Arbeitsmarktes als auf eine deutliche Verschlechterung der Beschäftigungslage hin.

Die Inflation blieb erhöht. Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg von 3,8 % auf 4,2 %, während auch die Kerninflation über dem Zielwert der US-Notenbank (Federal Reserve) verharrte. Dies verstärkte die Erwartungen, dass die Währungshüter bei möglichen geldpolitischen Lockerungen weiterhin vorsichtig vorgehen werden.

An den Rentenmärkten entwickelten sich die Renditen von Staatsanleihen uneinheitlich. Während die Renditen kürzer laufender US-Staatsanleihen anstiegen, da die Anleger ihre Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Geldpolitik anpassten, blieben die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen mit 4,46 % zum Monatsende nahezu unverändert. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen sank hingegen um weitere 8 Basispunkte auf 2,86 % zum Monatsende.

Die globalen Aktienmärkte verzeichneten im Juni eine gemischte Entwicklung. Der MSCI World Index verlor in US-Dollar gerechnet rund 0,7 %, da die Schwäche großer US-Technologiewerte die Kursgewinne in anderen Regionen und Sektoren überlagerte. Der MSCI Europe Index legte hingegen in Euro gerechnet um 3,0 % zu und entwickelte sich damit besser als sein US-amerikanisches Pendant. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch eine verbesserte wirtschaftliche Stimmung, niedrigere Energiepreise sowie vergleichsweise attraktive Bewertungen europäischer Aktien.

Bericht des Portfoliomanagements

Die Kreditmärkte zeigten sich insgesamt gemischt, blieben jedoch widerstandsfähig. Die Spreads im US-High-Yield-Segment weiteten sich um 13 Basispunkte aus, während die europäischen High-Yield-Spreads um 6 Basispunkte anstiegen. Trotz dieser Ausweitung blieben die Gesamterträge mit +0,3 % beziehungsweise +0,6 % positiv.

Der nordische High-Yield-Markt verzeichnete im Juni einen weiteren positiven Monat. Der Hauptindex erzielte eine Rendite von 0,6 % und erhöhte damit die Wertentwicklung seit Jahresbeginn auf 3,8 %. Im Vergleich zu den globalen Aktienmärkten blieb das Renditeprofil erneut relativ stabil, gestützt durch hohe laufende Erträge (Carry), kurze Duration und eine begrenzte direkte Sensitivität gegenüber Bewegungen langfristiger Zinsen. Alle wesentlichen Indexsegmente verzeichneten positive Erträge: Norwegisches High Yield, der Energiesektor sowie der Nicht-Energiesektor legten jeweils um +0,6 % zu.

Die Index-Spreads weiteten sich im Juni um 11 Basispunkte auf 476 Basispunkte aus. Der Großteil dieser Ausweitung war jedoch auf die Neugewichtung des Index zurückzuführen. Die Rebalancierung trug rund 7 Basispunkte zur Spreadausweitung bei, sodass der tatsächliche Marktanpassungseffekt lediglich etwa 4 Basispunkte betrug. Diese Unterscheidung ist für die Beurteilung der Marktentwicklung von Bedeutung. Die Spreads im norwegischen High-Yield-Markt stiegen um 14 Basispunkte auf 500 Basispunkte. Im Energiesektor weiteten sich die Spreads um 25 Basispunkte auf 387 Basispunkte aus, während die Spreads im Nicht-Energiesektor um 9 Basispunkte auf 498 Basispunkte anstiegen.

Der Seahawk Credit Opportunities Fund erzielte im Juni eine solide Wertentwicklung, die von seiner Sektorallokation profitierte. Das Portfolio war mit 24,3 % in Exploration & Production (E&P) sowie mit 34,4 % in Ölfelddienstleistungen investiert. Die Anteilsklassen EUR-S und USD-S erzielten im Monatsverlauf Renditen von +0,2 % beziehungsweise +0,3 %. Seit Jahresbeginn liegen die Renditen der beiden Anteilsklassen bei +2,1 % bzw. +2,9 % und damit deutlich über der Entwicklung der breiteren US-amerikanischen und europäischen High-Yield-Märkte.

Im Laufe des Monats baute der Fonds neue Positionen im E&P- sowie im Ölfelddienstleistungssektor auf. Darüber hinaus beteiligte sich der Fonds an der Neuemission der besicherten 8,75 %-Anleihe von Borr Drilling mit Fälligkeit 2032. Insgesamt emittierte Borr Drilling neue besicherte Anleihen im Volumen von 1,6 Mrd. USD, aufgeteilt in 800 Mio. USD Senior Secured Notes mit Fälligkeit 2032 und 800 Mio. USD Senior Secured Notes mit Fälligkeit 2034. Die Emissionserlöse dienen dazu, (i) bestehende Verbindlichkeiten zu refinanzieren, einschließlich der vollständigen Rückzahlung der Senior Secured Notes mit Fälligkeit 2028 sowie der teilweisen Rückzahlung von 50 % der Senior Secured Notes mit Fälligkeit 2030, (ii) die gesamten Finanzierungskosten zu senken und (iii) ein nachhaltigeres Tilgungsprofil zu schaffen.

Zu den wichtigsten Kreditstärken der Transaktion zählt, dass die Senior Secured Notes durch vorrangige Sicherheiten auf 26 hochwertige und technisch moderne Jack-up-Bohrinseln besichert sind. Borr Drilling verfügt über eine der jüngsten und leistungsfähigsten Flotten unter den 15 größten Jack-up-Betreibern und -Eigentümern weltweit. Innerhalb der sogenannten „Restricted Group“ belaufen sich die brutto bzw. netto besicherten Schulden pro Bohrinsel auf rund 76 Mio. USD bzw. 66 Mio. USD. Beide Werte liegen unter den Kaufpreisen, die bei den meisten Transaktionen am Sekundärmarkt in den vergangenen fünf Jahren erzielt wurden. Darüber hinaus bleibt das Jack-up-Segment der liquideste Vermögensmarkt innerhalb der Offshore-Bohrindustrie.

Es wird erwartet, dass der Netto-Verschuldungsgrad von geschätzten 5,2x im zweiten Quartal 2026 innerhalb der nächsten drei Jahre auf unter 2,0x sinken wird. Zum Zeitpunkt der Emission wird ein durchschnittlicher Brutto-Loan-to-Value (LTV) von rund 59 % auf Ebene der Restricted Group sowie 63 % auf Ebene der Muttergesellschaft erwartet (59 % auf Nettobasis). Bis zur ersten Fälligkeit im Jahr 2032 soll sich diese Kennzahl auf etwa 37 % verbessern.

Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – Juni 2026.

Seahawk Investments GmbH

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