Allgemeiner Marktrückblick
Die globalen Finanzmärkte entwickelten sich im August 2026 insgesamt positiv, trotz steigender Staatsanleiherenditen, anhaltender geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten hinsichtlich des weiteren geldpolitischen Kurses. Unterstützt durch robuste Konjunkturdaten, nachlassenden Inflationsdruck und eine solide Berichtssaison konnten Risikoanlagen trotz erhöhter Volatilität zulegen.
Die US-Aktienmärkte verzeichneten deutliche Kursgewinne, wobei S&P 500 und Nasdaq neue Rekordstände erreichten. Neben Technologie- und Halbleiterwerten trugen auch Finanz-, Gesundheits- und Konsumtitel zur positiven Entwicklung bei. Die US-Wirtschaft setzte ihr Wachstum fort, wenn auch in moderaterem Tempo. Das annualisierte BIP-Wachstum im zweiten Quartal lag bei 1,5 %, während eine robuste Konsumnachfrage weiterhin die wirtschaftliche Aktivität stützte.
Die Inflation entwickelte sich erfreulich und zeigte sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kerninflation weitere Anzeichen einer Abschwächung. Die US-Notenbank hielt dennoch an ihrem vorsichtigen, datenabhängigen Kurs fest, was insbesondere bei zinssensitiven Anlageklassen zu Schwankungen führte.
An den Rentenmärkten stiegen die Renditen weiter an, nachdem die Erwartungen kurzfristiger Zinssenkungen zurückgenommen wurden. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen schloss den Monat bei 4,75 %, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3,32 % anstieg. Dies belastete die Rentenmärkte leicht, während sich Kreditmärkte vergleichsweise robust zeigten.
Außerhalb der USA verlief die Entwicklung der Aktienmärkte uneinheitlich. Europäische Aktien profitierten weiterhin von attraktiven Bewertungen. Der MSCI Europe Index stieg im August um 0,5 %, während der MSCI World Index ein Plus von 2,6 % verzeichnete.
Energie und Transport
Die Energiemärkte reagierten im August weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen, auch wenn die Handelsbedingungen weniger extrem ausfielen als im Juli. Der Brent-Rohölpreis bewegte sich während des Großteils des Monats in einer Bandbreite von hohen 80 bis niedrigen 90 US-Dollar je Barrel. Unterstützt wurde das Preisniveau durch anhaltende Sorgen über das globale Angebot infolge von Störungen im Nahen Osten sowie fortbestehende Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Obwohl die Befürchtungen eines schwerwiegenden Angebotsschocks im Monatsverlauf allmählich nachließen, preisten die Marktteilnehmer weiterhin eine erhebliche geopolitische Risikoprämie ein, was einen stärkeren Rückgang der Ölpreise verhinderte.
Nach der ausgeprägten Volatilität der vergangenen Monate stabilisierten sich die Rohölpreise auf einem erhöhten Niveau. Die Anleger mussten dabei Anzeichen einer nachlassenden globalen Nachfrage gegen die anhaltenden Angebotsbeschränkungen abwägen. Trotz der Sorgen über einen schwächeren Ölverbrauch in China sowie eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums begrenzten Störungen der Produktions- und Exportinfrastruktur im Nahen Osten weiterhin das verfügbare Angebot. Infolgedessen blieben die globalen Rohöllagerbestände vergleichsweise niedrig, während die Marktbilanz die aktuellen Preisniveaus weitgehend unterstützte.
Im Verlauf des Monats verfolgten Investoren die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus sehr genau. Aufgrund der anhaltenden regionalen Spannungen lag die Auslastung weiterhin unter dem normalen Niveau. Zwar sorgten diplomatische Bemühungen zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen zeitweise für Optimismus an den Märkten, die Unsicherheit über Zeitpunkt und Umfang einer vollständigen Normalisierung der Energieexporte blieb jedoch hoch.
Vor diesem Hintergrund setzte der europäische Energiesektor seine starke Entwicklung fort. Höhere Rohölpreise, robuste Raffineriemargen sowie positive Erwartungen hinsichtlich der Cashflow-Entwicklung stützten die Gewinnaussichten integrierter Ölkonzerne ebenso wie die von Explorations- und Produktionsunternehmen. Energieaktien profitierten dabei von einer hohen Investorennachfrage nach Unternehmen, die in einem Umfeld erhöhter Rohstoffpreise und anhaltender Inflationsunsicherheit in der Lage sind, starke freie Cashflows zu generieren.
Im Transportsektor verlief die Entwicklung der einzelnen Teilsegmente weiterhin unterschiedlich. Die Schifffahrtsmärkte profitierten weiterhin von veränderten globalen Handelsströmen sowie den anhaltenden Störungen traditioneller Energietransportrouten. Insbesondere Tankerbetreiber gehörten erneut zu den stärksten Marktsegmenten, da längere Transportwege und eine begrenzte Verfügbarkeit von Schiffen die Frachtraten unterstützten. Die weiterhin hohe Tonnenmeilen-Nachfrage sorgte in mehreren Bereichen der Schifffahrt für ein günstiges Marktumfeld. Der Russell 2000 Marine Transportation Index konnte im August um weitere 5,6 % zulegen.
Luftfahrtunternehmen und andere energieintensive Transportbereiche sahen sich dagegen mit einem gemischteren Marktumfeld konfrontiert. Zwar blieb die zugrunde liegende Reisenachfrage insgesamt robust, die hohen Ölpreise führten jedoch weiterhin zu steigenden Treibstoffkosten und belasteten die Margenerwartungen. Der Luftfahrtsektor war dementsprechend das schwächste Teilsegment innerhalb des Transportsektors. Der US Global Jets Index verzeichnete im Monatsverlauf einen Rückgang von -9,85 %.
Fondsperformance
Der Fonds erzielte im Berichtszeitraum sowohl in der USD- als auch in der EUR-denominierten Anteilsklasse eine positive Wertentwicklung. Auf USD-Basis trug das Long-Portfolio mit +6,7 % zur Performance bei, während das Short-Portfolio die Wertentwicklung um -5,5 % belastete.
Im Energiesektor erwirtschaftete das Long-Portfolio einen positiven Beitrag von +3,8 %, während die Short-Positionen mit -0,5 % negativ zur Performance beitrugen. Die größten Performance-Treiber waren Long-Positionen im Explorations- und Produktionssektor (E&P) sowie im Energiedienstleistungssektor, die mit +1,5 % bzw. +1,4 % zur Monatsperformance beitrugen. Die Short-Positionen in diesen Segmenten hatten einen vergleichsweise geringen Einfluss und belasteten die Wertentwicklung lediglich um -0,3 % beziehungsweise -0,2 %. Darüber hinaus trug der Bereich der erneuerbaren Energien mit +1,4 % positiv zum Ergebnis bei. Vestas war dabei der stärkste Einzeltitel im Portfolio und steuerte allein +0,9 % zur Monatsperformance bei.
Im Transportsektor erzielte das Long-Portfolio einen Beitrag von +2,5 %, der jedoch durch einen Verlust von -5,0 % im Short-Portfolio mehr als kompensiert wurde. Die Nettoperformance der Schifffahrtspositionen fiel leicht negativ aus: Long-Positionen lieferten einen Beitrag von +2,3 %, während Short-Positionen die Wertentwicklung um -3,4 % belasteten. Short-Positionen in anderen Transportsegmenten sowie im Bereich Logistik- und Frachtdienstleistungen reduzierten die Performance zusätzlich um -1,2 % beziehungsweise -0,2 %.
Trotz des herausfordernden Marktumfelds im Luftfahrtsektor wirkte sich das Luftfahrtportfolio nur geringfügig auf die Gesamtperformance des Fonds aus und belastete diese um lediglich -0,1 %.
Der Fonds nutzte die erhöhte Volatilität im Energiesektor aktiv zur Anpassung seiner Portfoliopositionierung. In der ersten Augustwoche korrigierte der Brent-Rohölpreis von rund 90 USD je Barrel zu Monatsbeginn auf etwa 80 USD je Barrel. Vor dem Hintergrund eines strukturell angespannten Ölmarktes und historisch niedriger globaler Rohöllagerbestände entschied sich der Fonds, eine Short-Position in Occidental Petroleum, einem Unternehmen aus dem Explorations- und Produktionssektor, zu einem Kurs von 54,97 USD je Aktie einzudecken. Die Position entsprach rund 3 % des Nettoinventarwerts (NAV) des Fonds. Darüber hinaus veräußerte der Fonds seine Position in SMA Solar, einem führenden Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtersystemen. Die Position mit einem Volumen von rund 3 % des NAV war Ende Juli zu einem Kurs von 53,49 EUR je Aktie erneut aufgebaut worden. Nachdem das Kursziel erreicht worden war, wurde die Position zu einem durchschnittlichen Verkaufskurs von 59,50 EUR je Aktie vollständig veräußert.
Nach einer Kurskorrektur der Tidewater-Aktie baute der Fonds am 3. August eine synthetische Long-Position in dem Unternehmen auf. Die Position entsprach auf delta-adjustierter Basis rund 2 % des NAV. Tidewater ist der weltweit größte Betreiber von Offshore Support Vessels (OSV) und profitiert derzeit von einer Verbesserung der Marktbedingungen im Offshore-Dienstleistungssektor. Das Unternehmen hat kürzlich starke Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht und profitiert weiterhin von einer steigenden Flottenauslastung sowie höheren Tagesraten, insbesondere im Segment der Ankerziehschlepper (Anchor Handling Vessels)
Weitere Anhaltspunkte finden Sie in dem beigefügten Factsheet – August 2026.
Seahawk Investments GmbH
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